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Vitamine und Mineralstoffe

Vitamine und Mineralstoffe: Wie wichtig sind sie für unseren Körper?

Eigentlich ist diese Frage mit einem einzigen Wort beantwortet: Vitamine und Mineralstoffe sind lebensnotwendig. Die Erkenntnis ist nicht neu. In früheren Zeiten war Vitaminmangel eine der häufigsten Todesursachen unter Seeleuten, die oft monatelang nur Pökelfleisch und Schiffszwieback auf den Teller bekamen. Die Mangelerkrankung, die sie auf langen Seereisen entwickelten, ist heute unter dem Namen Skorbut bekannt. Im Jahr 1881 sorgte ein Experiment für Aufsehen: Der russische Chirurg Nikolai Lunin fütterte Mäuse mit einer künstlichen Mischung aus Proteinen, Fetten, Kohlenhydraten und Salzen, den Grundbausteinen unserer Nahrung. Ergebnis des Versuchs: alle Tiere starben.
Vitamine und Mineralstoffe sind nicht nur lebenswichtig, sondern auch essentiell. Der Körper kann sie mit wenigen Ausnahmen nicht selbst produzieren. Wir müssen sie über die Nahrung zu uns nehmen. Man sollte also meinen, dass das Problem in der heutigen Zeit aus dem Weg geräumt ist. Schließlich haben wir Zugang zu nahezu unbegrenzten Nahrungsressourcen. Obst und Gemüse aus aller Welt stapelt sich selbst in kleinen Dörfern in den Regalen. Und doch gibt es auch im 21. Jahrhundert in unseren Breiten noch Menschen, die unter Mangelerscheinungen leiden. Woran das liegt und was man dagegen tun kann, klären wir in diesem Artikel.

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Was sind Vitamine und was sind Mineralstoffe?

Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal zuerst: Vitamine sind organische Verbindungen, Mineralstoffe anorganische. Vitamine kommen daher nicht „natürlich“ vor, sondern müssen erst von Pflanzen, Bakterien oder Tieren produziert werden. Vitamine werden in fettlösliche und wasserlösliche unterteilt. Bei Mineralstoffen steht hingegen die Dimension ihres Vorhandenseins im Vordergrund: Ist die Konzentration im Körper höher als 50 mg pro Kilogramm Körpergewicht, spricht man von Mengen- oder Makroelementen. Elemente mit weniger als 50 mg bezeichnet man als Spuren- oder Mikroelemente.
Vitamine und Mineralstoffe sorgen dafür, dass der Körper seine Funktionen aufrechterhalten kann. Vom Nachschub an Blut über die Hormonproduktion bis zum Aufbau von Knochen und Zähnen – nichts geht ohne ihre Mitwirkung. In unbegrenzten Mengen sollten wir sie trotzdem nicht zu uns nehmen. In manchen Fällen ist auch eine Überdosierung möglich. Aber dazu später mehr. Mineralstoffe sind übrigens nicht gleichbedeutend mit Mineralien. Es bringt also eher wenig, bei Eisenmangel an einem Nagel aus dem Werkzeugkasten zu lutschen.

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Vitamine: Ein ganzes Alphabet aus nützlichen Helfern

„Vita“ wie das Leben und „amin“ wie „stickstoffhaltig“ – auch wenn man heute schlauer ist, hat sich der Name gehalten. Das bekannteste Vitamin, Vitamin C, enthält nämlich zum Beispiel kein Stickstoffatom. Man kann auch nicht mit Sicherheit sagen, ob man bereits allen Vitaminen auf die Spur gekommen ist. Vielleicht wachst du eines Tages auf und in den Nachrichten wird von der Entdeckung eines „neuen“ Vitamins berichtet. Aktuell kennt man jedenfalls 20 Vitamine, von denen 13 für den Menschen ein absolutes Must sind. Unterteilt werden Sie – wie oben schon erwähnt – in fettlösliche und wasserlösliche Vitamine. Die fettlöslichen kann der Körper speichern, während du die wasserlöslichen jeden Tag aufs Neue über die Nahrung oder Supplements aufnehmen musst. Und wie bei jeder Regel gibt es auch hier natürlich Ausnahmen: Vitamin D3 kann der Körper zum Beispiel selbst synthetisieren, vorausgesetzt, man hält sich lange genug an der Sonne auf. Niacin (Vitamin B3) kann er aus der Aminosäure Tryptophan herstellen. Umgekehrt kann der Körper das fettlösliche Vitamin K nur in geringem Maße speichern. Man kann es also nicht allzu gut „auf Vorrat essen“.

Mineralstoffe: Eisen, Calcium, Magnesium & Co.

Wenn wir von Mineralstoffen sprechen, meinen wir eigentlich unterschiedliche, chemischen Verbindungen von Mineralienelementen, in denen die sie für den Körper verfügbar sind. Das bekannteste Beispiel besteht wohl aus Natrium und Chlorid, die wir bevorzugt in Form von Natriumchlorid, dem Kochsalz, zu uns nehmen. Zu den Mengenelementen, von denen du mehr als 50 mg pro Kilo Lebendgewicht in dir herumträgst, zählen – in alphabetischer Reihenfolge – Calcium, Chlor, Fluorid, Hydrogencarbonat, Kalium, Magnesium, Natrium, Nitrat, Phosphor, Schwefel und Sulfat. Eisen wird regelmäßig in der Gruppe der Spurenelemente gelistet, fällt aber, rein von der Menge her, ebenfalls in den Makro-Bereich. Apropos Spurenelemente: Hier ist noch nicht ganz klar, welche davon für den Menschen tatsächlich essentiell sind. Bei 16 (darunter Eisen) ist man sich weitestgehend sicher. Aber in einigen anderen Fällen könnte es auch sein, dass sie mehr oder weniger zufällig im Körper vorhanden sind. Auch daran erkennt man, dass auf diesem Gebiet noch viel Forschungsbedarf vonnöten ist.

Warum mangelt es uns an Vitaminen und Mineralstoffen?

Die gute Nachricht lautet: Je natürlicher du dich ernährst, desto wahrscheinlicher bist du in der Lage, deinen Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen aus deiner üblichen Diät zu bestreiten. Das wichtigste Wort in diesem Satz ist ganz ohne Zweifel „natürlich“. Denn wer ernährt sich heutzutage schon natürlich? Unter natürlicher Ernährung versteht man normalerweise nicht die Billig-Tomaten aus dem spanischen Gewächshaus und auch nicht die Gemüsesuppe aus der Dose. Eine Diät aus Fastfood zählt gar zu den häufigsten Ursachen von Vitamin- und Mineralstoffmangel – obwohl sich auf der Pizza Tomatensauce befindet und der dicke Döner vor lauter Salatbeilage fast aus der Alufolie platzt. „Du bist, was du isst!“ lautet ein mittlerweile schon altbekanntes Sprichwort. Deshalb lohnt sich ein etwas genauerer Blick auf den Ursprung unserer Nahrung und den Weg vom Feld bis auf den Teller.

Vom Jäger und Sammler zum Erntehelfer und Supermarktkunden

Im Laufe der letzten Jahrzehnte haben wir Menschen unsere Nahrung fundamental verändert. Noch vor fünfzig Jahren wiesen unsere Lebensmittel einen wesentlich höheren Vitalstoffgehalt auf. Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente muss man heute im Vergleich zu früher sprichwörtlich mit der Lupe suchen. Dafür ist der Zuckergehalt im Obst gestiegen und die Tomaten sind größer und runder. Neue Obst- und Gemüsesorten haben die Urformen verdrängt, Weintrauben und Orangen kommen ohne lästige Kerne in ihrem Inneren daher, Bitterstoffe sind in der Nahrung kaum noch zu finden. Bitterstoffe haben aber eigentlich die Funktion, die Bildung von Magensäure anzuregen. Die Folge: Nahrung wird schlechter verwertet, was natürlich auch für den sowieso schon niedrigeren Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen gilt. Hinzu kommen ausgelaugte Böden und Transportwege um den halben Globus. Die letzteren haben zwar kaum Auswirkungen auf den Mineralstoffgehalt, dafür sinkt dabei der Vitamingehalt von Tag zu Tag. Welkes Obst liefert kaum noch Vitamine. Die gute Nachricht: Trotzdem musst du dich schon enorm einseitig ernähren, um ein wirklich signifikantes Defizit an Vitaminen und Mineralstoffen zu entwickeln. Oder krank sein.

Persönliche Ursachen für Vitamin- und Mineralstoffmangel

Wenn du merkst, dass eine Erkältung im Anflug ist, greifst du vermutlich auch zu einer Extraportion Vitamin C. Auch die Einnahme von Zink, eines der essentiellen Spurenelemente, kann die Dauer und den Verlauf einer Erkältung merkbar beeinflussen. Darüber hinaus hängt der Vitaminbedarf von vielen Faktoren ab: Alter und Geschlecht, körperliche und psychische Belastungen, beruflicher oder sonstiger Stress, Umwelteinflüsse, Krankheiten, Rauchen und Alkoholkonsum. Bei Frauen kommen außerdem Schwangerschaft und Stillzeit hinzu, bei Veganern ist das Vitamin B12-Defizit ein wichtiges Thema.

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Vitamin- und Mineralstoffmangel erkennen: Leidest du unter einem der folgenden Symptome?

Defizite in der Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen sind häufig die Ursache von schleichenden Erkrankungen. Manchmal merkt man überhaupt nicht, dass man schon lange nicht mehr 100% der eigenen Leistungsfähigkeit abrufen kann. Hinzu kommt: Beschwerden, die auf einen Vitamin- oder Mineralstoffmangel zurückzuführen sind, sind schwer zu diagnostizieren. Sie treten mitunter in Formen zutage, die den Rückschluss auf die Ursachen für den Laien fast unmöglich machen. Unsere Liste ist deshalb natürlich unvollständig, aber hinter den folgenden Krankheitsbildern kann sich ein Vitamin- oder Mineralstoffmangel verbergen:

• Abgeschlagenheit und unerklärliche Leistungstiefs trotz ausreichendem Schlaf
• Konzentrationsstörungen und Leistungsschwäche
• Kribbeln, Taubheitsgefühle, Krämpfe
• Depressive Verstimmungen
• Probleme mit Schleimhäuten: Aphten im Mund, Verdauungsprobleme, eingerissene Mundwinkel
• Gelenkschmerzen
• verzögerte Wundheilung
• Infektanfälligkeit
• nachlassende Sehkraft
• Hautirritationen, Hautausschläge
• Haarausfall, brüchige Nägel

Oft zieht ein Mangel an einer Stelle eine Kette an Folgereaktionen nach sich, die komplex miteinander verwoben sind. Auch bestimmte Medikamente können die Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen beeinträchtigen. Man sollte also besser darauf verzichten, eine laienhafte Selbstdiagnose als Grundlage für eine hochdosierte Vitamin- und Mineralstoff-Supplementierung zu nutzen. Im Zweifelsfall führt an einem Arztbesuch kein Weg vorbei. Nur eine gründliche Untersuchung kann der genauen Ursache auf den Grund gehen.

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Eine für alle: Vitamine und Mineralstoffe als Supplement?

Klingt doch eigentlich ganz praktisch: Eine Tablette am Morgen und das Risiko eines Vitamin- oder Mineralstoffmangels ist gebannt. Was sich in der Theorie gut anhört, hält der Realität leider nicht stand. Insbesondere Breitband-Supplements schießen am eigentlichen Bedarf meilenweit vorbei. Während der Körper die fettlöslichen Vitamine E, D, K und A speichern kann, scheidet er die wasserlöslichen Vitamine – darunter auch Vitamin C – schnell wieder aus. Vitamin D steht im Verdacht, bei Überdosierung zur gefürchteten Knochenentkalkung Osteoporose beizutragen. Zu hohe Vitamin A-Dosierungen können das Krebsrisiko bei Rauchern erhöhen. Manche Präparate haben auch ein Übergewicht an der einen Hälfte der Vitalstoffe, während von anderen Gruppen nicht annähernd genug enthalten ist. Dahinter steckt nicht zuletzt eine Kostenfrage: billiger ist gleich höher dosiert. Persönliche Bedarfe an individuellen Nährstoffen bleiben sowieso außen vor. Wie kann ein und dieselbe Pille die Bedürfnisse von Spitzensportlern, stillenden Müttern und Fastfood-Liebhabern bedienen? Eben. Also lass Multivitaminpräparate besser sein. Es lohnt sich nicht.

Vitamin- und Mineralstoff-Supplements, die Sinn machen

Es spricht allerdings nichts dagegen, dass du gezielt supplementierst, wenn du deine Schwachstellen kennst. Manche davon treffen sogar auf fast jeden von uns zu. Fragt man den „Bulletproof Executive“ Dave Asprey nach seiner Supplement-Liste, finden sich in seinen Top Ten sogar überwiegend Vitamine und Mineralstoffe: Die Vitamine D, K2, C und A, sowie Magnesium, Jod, Zink und Kupfer aus dem Bereich der Mineralstoffe. Solltest du diese Supplements im Schrank haben, kannst du also relativ unbesorgt zugreifen. Immerhin widmet der Mann sein ganzes Leben der Vermessung des eigenen Körpers und der Forschung auf dem Gebiet des Biohacking. Also kann man davon ausgehen, dass er weiß, was er tut. Aber du kannst noch mehr für dich tun, ganz ohne Risiko und – was noch besser ist – komplett ohne Einsatz deiner hart verdienten Euros. Alles, was du dazu brauchst, ist der Zugang zu einem Gelände, auf dem die Natur schalten und walten kann, wie sie möchte. Und einen Korb zum Kräuter sammeln...

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Zurück zur Natur: Naturbelassene Lebensmittel vor der Haustür

Zu Beginn dieses Jahrtausends nahm in Frankreich eine Posse ihren Lauf, die unter dem Begriff „Brennnessel-Krieg“ in die Annalen eingehen sollte. Mit Erlass vom 1. Juli 2006 wurde „der Verkauf, der Besitz und die Herstellung“ von nicht zugelassenen Pflanzenschutzmitteln bei Strafe verboten. Gemeint war damit nicht zuletzt der gute alte Brennnessel-Dünger. Erst über fünf Jahre später wurde das beliebte Hausmittel mit der „Genehmigung des Inverkehrbringens von hausgemachter Brennnessel-Jauche zur Verwendung im Pflanzenschutz“ wieder legalisiert.
Klar sind Menschen keine Gewächse, die Bedarf an Pflanzenschutzmitteln haben. Aber die Inhaltsstoffe der Brennnessel sollte man trotzdem nicht von der Bettkante schubsen: Die Pflanze ist nämlich reich an den Vitaminen A und C und liefert außerdem die Mineralstoffe Eisen, Kalium, Mangan und Calcium. Aus Perspektive eines Menschen auf der Suche nach einer guten Dosis an Vitaminen und Mineralstoffen ist sie damit ein richtiges Powerpaket. Verwendet man sie als grünes Element im grünen Smoothie sinkt auch die Gefahr, dass man sich die Lippen verbrennt.
Und die Brennnessel ist nur eine von vielen althergebrachten Heilpflanzen, die neben Vitaminen und Mineralstoffen reich an Vitalstoffen aller Arten ist. Auch andere, leicht zu erkennende „Unkräuter“, wie Gundermann, Giersch und Löwenzahn können den Speiseplan sinnvoll ergänzen und die Depots an Vitaminen und Mineralstoffen zum Nulltarif aufpeppen. Sie alle haben einen großen Vorteil: Der Mensch hat nie zu Zuchtzwecken in ihren natürlichen Bauplan eingegriffen. Den Gang auf die Wiese muss man allerdings selbst antreten. Vitamine, Mineralstoffe und tausende von anderen, gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen sind noch in Hülle und Fülle vorhanden. Vielleicht lohnt sich sogar der Besuch einer Wildkräuter-Führung, die sich in den letzten Jahren immer größerer Popularität erfreuen. Als kleinen Nebeneffekt der Aktivität im Freien gibt es eine Extradosis Vitamin D3 gratis dazu.

Vitamine und Mineralstoffe gehören bei Fitmeals zum Programm

Schon klar: Jeden Tag Brennnessel ist auch nicht jedermanns Sache. Zum Glück gibt es da das Zutaten-Lexikon auf der Fitmeals-Seite, in dem du dir alternative Anregungen holen kannst. Einige davon – zum Beispiel das Kokosmehl (liefert die Minerale Eisen, Zink, Kalzium und Magnesium und ordentliche Mengen der Vitamine C, A und B) kannst du bei Bedarf auch direkt in unserem Shop bestellen. Und siehe da: Ehe du dich versiehst, sind Vitamin- und Mineralstoffgehalt in deiner Diät überhaupt kein Problem mehr für dich. Wir wünschen guten Appetit!

 

 

 


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